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Fake News, KI generierte Bilder, fragwürdige historische Begriffe und separierte oder gar gefälschte Quellen.– Eine kritische Reflexion und Einordnung der ungeheuren Informationsflut ist heute wichtiger denn je. Das Studium der Vergangenheit kann Fragen aufwerfen und Strukturen offenlegen, die unser Handeln bewusst oder unbewusst steuern. Es gibt Orientierung, trägt zur Urteilsbildung bei und hilft, Handlungsoptionen für die Zukunft zu entwickeln. Das Handwerk der Historiker*innen ist dafür wichtig und notwendig. Quellenkritik, die detaillierte Darstellung und Interpretation von Ursache und Wirkung und die Kontextualisierung von Ereignissen und menschlichem Handeln vermittelt das Studienfach Geschichte, das künftig an der Leuphana Universität im Nebenfach angeboten werden soll. Prof. Dr Heike Düselder, Museumsdirektorin, und Prof. Dr. Joachim Tauber, Zeithistoriker und ehemaliger Direktor des Nord-Ost-Instituts, diskutieren mit Prof. Dr. Christina Wessely über Chancen und Perspektiven des „Minor Geschichte“ an der Leuphana.
Die direkten Folgen eines Einsatzes von Atomwaffen wären für Menschen, Materialien und Ökologie verheerend. Neben den unmittelbaren desaströsen Auswirkungen drohen globale klimatische Effekte. Es könnte weltweit zu einer mehrjährigen, deutlichen Reduktion der einfallenden Sonnenstrahlung verbunden mit einem Temperatursturz kommen. Die Folgen für die Landwirtschaft und damit für die weltweite Ernährung wären fatal. Bereits ein regionaler Atomkrieg, z.B. zwischen Nuklearmächten Indien und Pakistan, hätte prekäre globale Folgen mit mehrjährigen Ernteausfällen. Der Vortrag bespricht die neuesten Simulationsergebnisse zu dem Themenkomplex. Es ist ohnehin strikt geboten, durch ernsthafte Verhandlungen, neue Verträge und andere Maßnahmen das Risko für einen Atomkrieg drastisch zu verringern.
Generative KI verändert, wie wir Produkte entwerfen und anpassen. In diesem Vortrag wird gezeigt, wie moderne Sprachmodelle es ermöglichen, technische Konstruktionen über eine semantische Ebene direkt in natürlicher Sprache zu beschreiben und zu verändern. Dadurch können erstmals auch Menschen ohne Ingenieurwissen aktiv in den Gestaltungsprozess eingreifen. Nach einer allgemeinverständlichen Einführung in die Funktionsweise von großen Sprachmodellen und klassische Konstruktionsprozesse wird demonstriert, welches Potenzial sogenannte Text-to-CAD-Ansätze heute bieten – und wie sie die Konstruktion nachhaltig demokratisieren könnten
Die Region um den Naivashasee in Kenia ist ein zentrales Produktionsgebiet der globalen Schnittblumenindustrie und ein wichtiger Arbeitsmarkt für Migrant:innen aus verschiedenen Teilen des Landes. Der Vortrag untersucht die Rosenproduktion als Schauplatz, an dem sich globale Marktwirtschaften mit lokalen Praktiken verschränken. Ausgangspunkt bildet ein unscheinbares Objekt: der Blumeneimer aus den Gewächshäusern. Anhand seiner Aneignung, Zirkulation und Umnutzung wird gezeigt, wie sich an diesem Objekt soziale, politische und ökologische Verflechtungen nachzeichnen lassen.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel sind eindeutig: Der menschengemachte Anstieg von Treibhausgasen führt zu globaler Erwärmung, Meeresspiegelanstieg und negativen Folgen für Umwelt und Gesundheit. Dennoch variiert die öffentliche Wahrnehmung stark. Der Vortrag analysiert den Einfluss von (Fehl)Informationen, sozialen Kontexten sowie gesellschaftlichen Transformationsprozessen auf Wahrnehmung und Verhalten. Zudem wird diskutiert, warum Wissen nicht automatisch zu nachhaltigem Handeln führt und wie Entscheidungskontexte nachhaltiges Verhalten oft erschweren. Abschließend wird gezeigt, wie evidenzbasiert Entscheidungskontexte geschaffen werden können, um nachhaltiges Verhalten zu fördern.