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Deutschland galt lange Zeit als Exportweltmeister. „Made in Germany“ steht für hohe Wettbewerbsfähigkeit und Produktqualität. Mit steigender Unsicherheit in internationalen Märkten scheint sich der Wind für den einstigen Exportweltmeister zu drehen. Handelskonflikte mit den USA, steigender Wettbewerbsdruck aus China und geopolitische Spannungen stellen das deutsche Wirtschaftsmodell infrage. Der Vortrag zeigt anschaulich die aktuelle Position Deutschlands in der Weltwirtschaft auf. Zudem wird diskutiert, wie sich die derzeitigen internationalen Krisen auf Deutschlands Außenhandel auswirken.
Mit der Fridays for Future-Bewegung ist seit Ende der 2010er Jahre die Bedeutung der Schule für eine nachhaltige Entwicklung stärker in den Fokus gerückt. Unter dem Begriff Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) werden Bildungsprozesse subsumiert, die Lernende befähigen sollen, an der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen der Weltgesellschaft mitzuarbeiten. Doch wie können schulische Akteur*innen solche Bildungsprozesse initiieren, insbesondere: Wie können Lehrkräfte guten Unterricht im Sinne einer BNE gestalten? Im Vortrag wird die Perspektive der Lehrkräfte näher beleuchtet und diskutiert, welche Rahmenbedingungen für BNE wichtig sind, aber auch, welche Kompetenzen Lehrkräfte haben sollten und wie sie diese Kompetenzen erwerben können.
In dem 30-minütigen Format wollen wir gemeinsam entdecken, was Entrepreneurship eigentlich bedeutet – konkret, verständlich und nah am Alltag. Anhand zentraler Fragen wie „Was ist ein Startup?“, „Warum gründen Menschen?“ oder „Muss man dafür wie Elon Musk sein?“ nähern wir uns dem Thema Schritt für Schritt. Wir schauen uns an, wie aus einfachen Ideen erste Prototypen entstehen, wo die ersten Kund:innen herkommen und was es bedeutet, ein Geschäftsmodell wachsen zu lassen. Kleine interaktive Übungen – wie das „Crazy Cow“-Spiel – helfen dabei, diese Prozesse direkt auszuprobieren und mitzudenken. Ziel ist es, Entrepreneurship als etwas Greifbares zu vermitteln, das nicht nur „die Startups da draußen“ betrifft, sondern vielen von uns im Alltag.
Furcht und Mitleid waren seit dem 18. Jahrhundert Schlüsselbegriffe einer Theatergeschichte der Emotionen und ihrer sozialen und kulturellen Konditionierung wie Wirksamkeit. Vor dem Hintergrund der radikalen, globalen Veränderungen des 21. Jahrhunderts – dem Erstarken totalitärer Autokratien und Diktaturen, den Eskalationen von Krieg, Terror und Gewalt sind Emotionen und ihre gesellschaftspolitischen Effekte neu zu beschreiben. Dabei spielen die auf ökonomische Optimierung und Effizienz ausgerichteten Entwicklungen von Artificial Intelligence und die omnipräsenten Wahrnehmungsumgebungen der Virtual Reality eine extreme Rolle. Brechts Schriften zum Theater liefern hierfür eine Reflexionshorizont, vor dem sich nicht nur die Krisen der Gegenwart abzeichnen, sondern auch grundlegende Fragen nach Wirklichkeit, Medialität und Wirkungsästhetik in neuem Licht erscheinen.
Fake News, KI generierte Bilder, fragwürdige historische Begriffe und separierte oder gar gefälschte Quellen.– Eine kritische Reflexion und Einordnung der ungeheuren Informationsflut ist heute wichtiger denn je. Das Studium der Vergangenheit kann Fragen aufwerfen und Strukturen offenlegen, die unser Handeln bewusst oder unbewusst steuern. Es gibt Orientierung, trägt zur Urteilsbildung bei und hilft, Handlungsoptionen für die Zukunft zu entwickeln. Das Handwerk der Historiker*innen ist dafür wichtig und notwendig. Quellenkritik, die detaillierte Darstellung und Interpretation von Ursache und Wirkung und die Kontextualisierung von Ereignissen und menschlichem Handeln vermittelt das Studienfach Geschichte, das künftig an der Leuphana Universität im Nebenfach angeboten werden soll. Prof. Dr Heike Düselder, Museumsdirektorin, und Prof. Dr. Joachim Tauber, Zeithistoriker und ehemaliger Direktor des Nord-Ost-Instituts, diskutieren mit Prof. Dr. Christina Wessely über Chancen und Perspektiven des „Minor Geschichte“ an der Leuphana.