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Dieser Vortrag diskutiert die Gründe für die Entstehung einer Europäischen Asylpolitik sowie die Hindernisse für die Umsetzung dieser Politik. Dabei werden zunächst die wesentlichen Konfliktlinien zwischen den Mitgliedstaaten der EU in diesem Themenfeld beleuchtet und es wird verdeutlicht, wie sich diese über die Zeit hinweg gewandelt haben. Im Anschluss wird gezeigt, wie rechtspopulistische Regierungen v.a. in Mittelosteuropa die EU-Asyl- und Migrationspolitik zunehmend verändern. Zuletzt wird auch anhand der aktuellen EU-Asylreformen diskutiert, was dies für den Grad der europäischen Integration in diesem Politikbereich bedeutet.
Wenn wir vom Anthropozän als einer neuen erdgeschichtlichen Epochenbezeichnung sprechen, haben wir es mit sehr unterschiedlichen Zeitvorstellungen zu tun: einerseits mit der unvorstellbar weit zurückreichenden geologischen Tiefenzeit, andererseits mit ökologischen Kipppunkten, die einen dramatischen Zeitindex haben. So ist die Klimakrise auch eine Krise unserer modernen Zeitordnungen. Kann Literatur diese unterschiedlichen Zeitstrukturen erfahrbar machen? Was weiß die Literatur von den gegenwärtigen Umbrüchen in der Ordnung des Wissens im Zeichen des Anthropozäns? Der Vortrag geht diesen Fragen anhand verschiedener literarischer Beispiele nach.
Von Emojis über Ausrufezeichen bis hin zu Hate Speech: Die digitale (Alltags-)kommunikation im Internet wird nicht nur als besonders emotional wahrgenommen, sie wird darüber hinaus auch sehr emotional diskutiert – im Öffentlichen wie im Privaten. Im Zuge dessen werden etwa immer wieder Befürchtungen über einen drohenden Sprachverfall geäußert. Der Vortrag widmet sich der Frage, ob diese Sorgen aus linguistischer Sicht berechtigt sind, welche Funktionen solche digitalen Schreibpraktiken übernehmen und wie sie womöglich sogar für professionelle Kontexte oder die Schule fruchtbar gemacht werden können.

Die Kinderuni wurde auch 2019 von der Universitätsgesellschaft unterstützt. Sie startete im November und fand an vier Samstagen in den Gebäuden der Leuphana Universität statt. Das Motto 2019 lautete:
Wie machen wir uns die Welt, damit sie uns gefällt? Gemeinsam für die Zukunft!
Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.leuphana.de/kinderuni.html.
An der Kinderuni bieten engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler spannende Seminare aus ihren Fachgebieten für Kinder an. Wir konnten das Institut für integrative Studien (INFIS) gewinnen, um ein innovatives didaktisches Konzept zu entwickeln und umzusetzen. So wird es möglich, gesellschaftlich relevante Fragen anschlussfähig an die Lebenswelt der Kleinen zu machen und aus ihrer Sicht zu thematisieren.
Die kleinen Bürgerinnen und Bürger sollen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) selbständig Wissen generieren. Dafür treffen sie sich vier Mal mit ihrem Seminar und suchen Antworten auf ihre Fragen zum aktuellen Thema der Kinderuni.
Schon 2004 lernten Kinder an der Universität Lüneburg Wissenschaft auf anschauliche Weise kennen. Dozenten bereiten Fragestellungen ihres Fachgebiets kindgerecht auf und ermöglichten dadurch vielen Kindern einen ersten Einstieg in die Welt des universitären Lernens und Forschens. Im Verlaufe des Veränderungsprozesses der Leuphana Universität Lüneburg musste die Kinderuni aufgrund anderer Prioritäten aufgegeben werden.
2016 wurde sie auf Initiative der Universitätsgesellschaft Lüneburg mit einem neuen, Leuphana typischem Konzept wieder eröffnet. Das Interesse der kleinen Studierenden war auf Anhieb größer als das Angebot an Studienplätzen.
In den verschiedenen Seminarangeboten wird die Neugier der Kinder an wissenschaftlichen Zusammenhängen zu Themen des Alltags geweckt. Gleichzeitig sollen sie dazu motiviert werden, eigene Fragestellungen zu entwickeln und Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen. Antworten auf Fragen und Problemlösung werden meist experimentell und immer in Bezug zur Lebenswelt der Kinder gemeinsam erarbeitet.
In diesem und den folgenden Jahren soll es wieder eine Kinderuni geben. Aufgrund der Größe des Projektes ist es der Universitätsgesellschaft Lüneburg aber nicht möglich, die Kinderuni finanziell alleine zu tragen. Um ein solch wichtiges Projekt langfristig realisieren zu können und weiterhin Menschen schon im jungen Alter für die Wissenschaft zu begeistern, braucht es die finanzielle Hilfe von Mäzenen. Es gilt ein jährliches Budget von 10.000 Euro bereitzustellen. Die jeweilige Spende soll 1.000 Euro pro Jahr betragen.
Die Universitätsgesellschaft freut sich, dass der Aufruf an Lüneburger, Unternehmer und Kaufleute, sich an diesem gesellschaftlich wertvollen Projekt zu beteiligen und die Zukunft der Kinderuni zu sichern, auf positive Resonanz gestoßen ist.