zurück
Sommersemester
2.6.2026

Furcht und Mitleid in Zeitenwenden-Bertolt Brechts Theater heute

Furcht und Mitleid waren seit dem 18. Jahrhundert Schlüsselbegriffe einer Theatergeschichte der Emotionen und ihrer sozialen und kulturellen Konditionierung wie Wirksamkeit. Vor dem Hintergrund der radikalen, globalen Veränderungen des 21. Jahrhunderts – dem Erstarken totalitärer Autokratien und Diktaturen, den Eskalationen von Krieg, Terror und Gewalt sind Emotionen und ihre gesellschaftspolitischen Effekte neu zu beschreiben. Dabei spielen die auf ökonomische Optimierung und Effizienz ausgerichteten Entwicklungen von Artificial Intelligence und die omnipräsenten Wahrnehmungsumgebungen der Virtual Reality eine extreme Rolle. Brechts Schriften zum Theater liefern hierfür eine Reflexionshorizont, vor dem sich nicht nur die Krisen der Gegenwart abzeichnen, sondern auch grundlegende Fragen nach Wirklichkeit, Medialität und Wirkungsästhetik in neuem Licht erscheinen.

No items found.
Programmheft