Universitätsgesellschaftlicher dienstag

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Zeit zum Gedankenaustausch

Der Universitätsgesellschaftliche Dienstag bringt das universitäre Leben in Lüneburg den an Wissenschaft interessierten Bürgerinnen und Bürgern näher. Etwa eineinhalb Stunden lang bieten wir mit diesem Format Woche für Woche die Möglichkeit zum Gedankenaustausch. Nach einem geselligen Auftakt bieten kurze Vorträge die Grundlage für eine lebhafte, offene Diskussion. Pro Abend steht ein Thema unserer Universität im Mittelpunkt. Mit dem Universitätsgesellschaftlichen Dienstag sind wir regelmäßig im Museum Lüneburg zu Gast.

Ablauf: Vortrag mit anschließender Diskussion

Zeit: 19:00 – 20:00 Uhr

Ort: Foyer im Museum Lüneburg

Die Teilnahme ist kostenlos.

Ab November 2026 geht es weiter. Weitere Informationen folgen

Themen und termine

Wintersemester
03
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November
2026
Universitätsgesellschaftlicher Dienstag
Ungefährliches Halbwissen - wenn Fehler auf Lernen hindeuten
Prof. Dr. Manuel Bohn

Kinder lernen Sprache scheinbar mühelos und in einem rasanten Tempo. Dabei wird Sprache meist nicht explizit gelehrt oder gar unterrichtet, sondern als Nebenprodukt sozialer Interaktion gelernt. Dies schlägt sich darin nieder, wie Kinder Wörter verstehen: Anhand von Studien u.a. mit Kindergartenkindern aus Lüneburg konnten wir herausfinden, dass Kinder systematische Fehler machen, die auf ein ungefähres Verständnis von Wörtern hindeuten. Darüber hinaus konnten wir zeigen, dass diese Fehler Vorboten von späterem Lernen sind. Daraus ergibt sich ein dynamisches, sozial-interaktives Bild des frühen Spracherwerbs. 

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Wintersemester
17
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November
2026
Universitätsgesellschaftlicher Dienstag
Die Brille des Rechts: Wie Juristen die Welt sehen
Prof. Dr. Stefan Klingbeil

Die Welt des Rechts ist weder ein graues Reich aus Paragrafen noch eine staubtrockene Bürokratenwelt. Wer die Brille des Rechts aufsetzt, entdeckt vielmehr eine Schicht unserer Wirklichkeit, in der wundersame Dinge passieren. Der Vortrag erkundet die unsichtbare Architektur der Rechtswelt und legt dar, welche Rolle die Rechtssprache bei ihrer Erzeugung spielt. Zugleich nimmt er magische Rechtsphänomene in den Blick, die sich dem sinnlichen Auge entziehen – und doch ganz reale Wirkungen in unserer Lebenswelt entfalten.

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Wintersemester
24
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November
2026
Universitätsgesellschaftlicher Dienstag
KI - Mehr als Daten und Algorithmen - Einblicke hinter die Funktionsweisen und Absichten von KI
Prof. Dr. Ricardo Usbeck

Sie schreibt Texte, erkennt Gesichter, steuert Roboter und trifft Entscheidungen, die wir kaum noch nachvollziehen können. Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen. Aber wie funktioniert sie eigentlich? Und wer hat in diesem System die Macht: die Entwickler, die Konzerne, die Staaten oder am Ende wir alle?

 

An diesem Abend nehmen wir die Technik auseinander und verständlich wieder zusammen:

 

- Große Sprachmodelle: Wie entsteht eine Antwort, und warum klingt sie so überzeugend, auch wenn sie falsch ist?

- Bilderkennung: Was sehen Maschinen wirklich, und wo liegen die Gefahren, etwa bei Überwachung und Manipulation?

- Robotik: Was können Roboter heute, und was bringt die nächste Generation?

- Chancen und Risiken: Was ist schon jetzt möglich, im Guten wie im Schlechten, und was bleibt Science-Fiction?

 

Zum Schluss wagen wir uns an die große Frage: Lässt sich eine KI dazu bringen, sich selbst abzuschalten? Und wenn nicht: Wäre das schlimm?

Wintersemester
02
.
February
2027
Universitätsgesellschaftlicher Dienstag
Refugee Law Clinics - Zwischen Recht und Realität
Tuba Sari / Emma Weiskopf

Das Bundesverfassungsgericht betont „Die Garantiewirkungsvollen Rechtsschutzes ist ein wesentlicher Bestandteil des Rechtsstaats“. Doch wer sich in einem fremden Rechtssystem zurechtfinden muss, seine Rechte nicht kennt oder keinen Zugang zu bezalbarer Rechtsberatung hat, stößt schnell auf Hürden. Vor diesen Herausforderungen stehen insbesondere geflüchtete Menschen, für die rechtliche Verfahren häufig zugleich mit existenziellen Fragen verbunden sind.

 

Doch wie lässt sich sicherstellen, dass alle Menschen ihre Rechte kennen und wahrnehmen können? Der Vortrag beleuchtet diese Frage aus verschiedenen Perspektiven, berücksichtigt die neuesten Gesetzesänderungen und zeigt auf, welchen Beitrag Refugee Law Clinics leisten, um Zugangsbarrieren abzubauen.

Wintersemester
09
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February
2027
Universitätsgesellschaftlicher Dienstag
Arbeiten kurz vor und im Rentenalter: Können, Wollen und Dürfen
Prof. Dr. Anne Wöhrmann

Aufgrund des demografischen Wandels und der Erhöhung des regulären Renteneintrittsalterswächst die Gruppe der älteren Beschäftigten. Die Erwerbstätigkeit dieser Gruppe ist für viele Beschäftigte, Unternehmen und die Gesellschaft von hoher Relevanz. Daher stellt sich die Frage, wer bis zum regulären Ruhestandsalter oder auch darüber hinaus erwerbstätig sein kann und möchte – und auch, was Arbeitgeber hierzu beitragen können. Diesen Fragen gehen Forschende der Leuphana Universität seit etwa 20 Jahren nach. Der Vortrag gibt einen Überblick zu der Thematik sowie einen Einblick in konkrete Forschungsergebnisse.

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